NoHostel36 – Wohnraum statt Hotels

/// Folgendes stammt von NoHostel36, einer Initiative aus Kreuzberg, die den Neubau des Komplexes mit Hotel, Hostel & Einkaufszentrum verhindern möchte. Wir solidarisieren mit diesem Kampf und rufen zur Kundgebung (s.u.) auf. ////

An der Skalitzer Straße / Ecke Mariannenstraße entsteht ein neuer Hotel-Hostel-Komplex. Der Großbau hat miese Auswirkungen auf unsere Nachbarschaft. Mehr Massentourismus, steigende Mieten, mehr Verdrängung, fehlender Raum für nützliche Dinge wie Kitas, soziale Zentren, Wohnungen. Weil die Verantwortlichen wussten, dass diesen Bau niemand im Kiez will, haben sie lange verheimlicht, dass er genehmigt wurde.

Bislang bekannt ist:

– Geplant ist ein Gebäudekomplex mit einem Hotel auf der Skalitzer Straßenseite und einem Hostel an der Ecke zur Mariannenstraße (Skizze des Bauplans 2016). Es sollen 148 Hotel-Zimmer und 105 Hostel-Zimmer (JW) mit insgesamt 500 bis 750 Betten entstehen. Teilweise ist auch die Rede von 10 Stockwerken (RBB), wobei die vorliegenden Fassadenpläne “nur” 8 Stockwerke vorsehen.

– Zudem geplant ist ein Shopping-Bereich im Erdgeschoss und 1. Stock sowie ein Anfahrtsplatz für Reisebusse. Das Gebäude soll bis zu 30 Meter hoch werden und 8 Stockwerke bekommen.

– Das dubiose Firmengeflecht Pro Area 36 GmbH besteht aus einem undurchsichtigen Netzwerk von Immobilienspekulanten, Versicherungsfirmen und Investoren. Es ist ganz klar ein Strohmann. Wer die eigentlichen Geldgeber sind, ist noch unklar. Genehmigt wurde der Bau schon in den Jahren 2013 und 2014, aber bis zum Baubeginn geheimgehalten. Verantwortlich für die Genehmigung unter anderem der damalige grüne Baustadtrat Hans Panhoff.

– Verantwortlich für die Planung ist das Architekturbüro GFB Alvarez & Schepers Architektur Generalplanung und Design GmbH. Bauleitung hat die BDS Ingenieurgesellschaft mbH inne.

Wir alle wissen: Dieser Neubau ist ein weiterer Sargnagel für unseren Kiez. Überall steigen die Mieten, kleines Gewerbe wird verdrängt, zu Saison-Zeiten wird unsere Nachbarschaft zum Ballermann für Touris. Es profitieren einige wenige von dieser Vermarktung des „Szene-Kiezes“ Kreuzberg, die große Mehrheit wird verdrängt, verarscht und verarmt.

Wir akzeptieren das nicht. Dass Widerstand erfolgreich sein kann, haben wir an den google-Protesten, vielen verhinderten Zwangsräumungen und Mieten-Großdemonstrationen mit zehntausenden Menschen in den letzten Jahren gesehen.

Wir können auch dieses Hotel/Hostel noch verhindern, wenn wir uns zusammenschließen und aktiv werden. Deshalb laden wir euch ein.

Nächstes wöchentliches Anwohner*innentreffen: Mittwoch 06.02 um 20 Uhr im MaHalle (Waldemarstr. 110)

Kundgebung gegen den Hotel-Hostel-Komplex: Samstag 09.02 um 14 Uhr direkt an der Baustelle (Ecke Skalitzer Str. / Mariannenstraße)

Video: Kampf um bedrohte Freiräume in Berlin

Anfang 2019 laufen die Mietverträge von einer ganzen Reihe selbstbestimmter Räume, Kneipen, Hausprojekte oder Jugendtreffpunkte in Berlin aus.
Wir waren zu Besuch bei: Drugstore, Potse, Syndikat, Liebig 34, Meuterei, G17a und haben ihre Stimmen für euch zusammengestellt.

Berlin ist auf dem Weg zu einer ähnlich toten und glatt polierten Stadt zu werden, wie es sie schon zu oft gibt — für uns heißt es 2019 ohne Pardon: Freiräume verteidigen!

Potse & Drugstore bleiben! Kundgebung am 31.12.2018 von 10-16 Uhr zur Schlüsselübergabe

+++ Schlüsselübergabe verlegt auf den 31.12.18 +++ Kundgebung am selben Tag vor den Räumen in der Potsdamer Str. Berlin +++

Seit 46 Jahren existieren die beiden Jugendzentren Potse & Drugstore nun schon. Das macht sie zu den beiden ältesten, selbstverwalteten Freiräumen Berlins. Doch die überall in Berlin um sich greifende Verdrängung macht auch hier keinen Halt. Bis zum 31.12.2018 müssen die beiden Kollektive ihre Räumlichkeiten verlassen haben. Sie sollen Platz machen für „CoLiving Spaces“ des Unternehmens rent24. Continue reading „Potse & Drugstore bleiben! Kundgebung am 31.12.2018 von 10-16 Uhr zur Schlüsselübergabe“

PM: 179 Anzeigen gegen Besetzer*innen – doch die Häuser stehen weiter leer

Die Aktivist*innen von #besetzen werden momentan von den Eigentümer*innen der im Laufe des Jahres besetzten Haeuser und der Staatsanwaltschaft mit Anzeigen überzogen. Sie fordern, die 179 Anzeigen umgehend fallen zu lassen. In den letzten Monaten hatten verschiedene Gruppen 16 Häuser in Berlin besetzt, die trotz Wohnungsnot jahrlang leerstanden.

Trotz der breiten Unterstützung der Berliner*innen für die Aktionen der Kampagne #besetzen und den Lippenbekenntnissen von Seiten grüner und linker Politiker*innen, reagiert der Staat mit Kriminalisierung und Anzeigen. Das zeigt, dass der Politik der Schutz von Eigentum an leerstehenden Gebäuden wichtiger ist als das Recht auf Wohnen. Mit den 179 Anzeigen gegen die Besetzer*innen positionieren sich die Parteien erneut für eine profitorientierte Wohnungspolitik und kriminalisieren den Protest gegen Gentrifizierung und Verdrängung.

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Solidarität mit der räumungsbedrohten HaSi in Halle!

Räumung der HaSi am 21.11.18 um 16 Uhr verhindern!

Aufruf der HaSi zur Vehinderung der Räumung

Wir erklären uns solidarisch mit dem von Räumung bedrohten soziokulturellen Zentrum HaSi in Halle.

Am 05.01.2016 hat die Initiative „Wir brauchen Platz“ die seit Jahren leerstehende Hafenstraße 7, Eigentum der Halleschen Wohnungsbaugesellschaft (HWG) besetzt. Die Besetzer*innen schrieben damals dazu:

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24.10.2018: Pressemitteilung zur Absage der „Google Campus“-Pläne in Berlin-Kreuzberg

Mit Freude haben wir die — zumindest vorläufige — Absage des Google Konzerns zur Kenntnis genommen, in Berlin-Kreuzberg einen sogenannten „Google Startup Campus“ errichten zu wollen.

Zu dieser Absage sagt Ulrike Schneider, Aktivistin beim Initiativkreis „Google Campus & Co verhindern!“:„Google ist und bleibt ein Scheiß-Konzern, der seine Gewinne mit Überwachung, Ausschnüffelei, Zusammenarbeit mit Militär und Geheimdiensten sowie Steuertricks macht.
Wir werden Google & Co weiter angreifen und gleichzeitig Alternativen zu Google-Produkten breiter bekanntmachen.“

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