Solidarität mit der räumungsbedrohten HaSi in Halle!

Räumung der HaSi am 21.11.18 um 16 Uhr verhindern!

Aufruf der HaSi zur Vehinderung der Räumung

Wir erklären uns solidarisch mit dem von Räumung bedrohten soziokulturellen Zentrum HaSi in Halle.

Am 05.01.2016 hat die Initiative „Wir brauchen Platz“ die seit Jahren leerstehende Hafenstraße 7, Eigentum der Halleschen Wohnungsbaugesellschaft (HWG) besetzt. Die Besetzer*innen schrieben damals dazu:

„Wir werden den Möglichkeiten keine Grenzen setzen und den Grenzen keine Möglichkeiten. Wir brauchen: Projekträume zur freien und unkommerziellen Nutzung für verschiedene Gruppen, wir brauchen Werkstätten, Unterrrichtsräume, Lesecafés, Infrastruktur für Geflüchtete, oder wofür ihr schon immer einen Platz gesucht habt. Wir wollen uns treffen, helfen, bilden, wir wollen kochen, nähen, schrauben, lieben und hassen, laut diskutieren und leise anschweigen, neue Seiten kennenlernen und alte Seiten verspielen.“

In den fast drei Jahren seit dem ist viel entstanden: Lesecafé, Bandräume, Nachbarschaftsgarten, Seminarraum, Selbsthilfewerkstatt, Umsonstladen, Sport wie Yoga, Capoeira und Improvisationstanz, Raum für Vorträge, Politik und Subkultur.

Die HaSi bietet nichtkommerzielle Räume zur Selbstorganisation und Möglichkeiten gemeinesames Leben jenseits von Markt- und Verwertungslogik zu erproben.

Solche Räume werden auch weiterhin benötigt, in Halle, in Berlin und überall sonst! Aber für die HWG hat all das keinen Bedeutung und sie plant Gebäude und Gelände am 21.11. um 16 Uhr zu räumen.

Die HaSi wird nicht freiwillig gehen und ist bereit der Räumung Widerstand zu leisten und ruft zur Unterstützung auf.

Wir schließen uns dem Aufruf an. Lasst uns bereits erkämpfte nichtkommerzielle & selbstorganisierte Freiräume erhalten & neue besetzen!

 

Die neusten Information findet ihr auf dem Blog der HaSi oder auf Twitter unter @Hasi_SC

30.10.2018 Solidaritätserklärung der 4. Vollversammlung der Akelius-Mieter*innen Berlin vom 28.10.18 mit den Besetzungen in der Großbeerenstr.17A

Wir Mieter*innen erklären uns mehrheitlich solidarisch mit dem Hausprojekt Großbeerenstr.17A und fordern, den jahrelangen Leerstand zu beenden und den Besetzer*innen die leerstehenden Wohnungen zu übertragen.

Wohnungen werden nicht aus Spaß oder Langeweile besetzt, sondern aus der Not heraus. Politik und Wirtschaft finden keinen Weg, den immer weiter schrumpfenden bezahlbaren Wohnungsbestand zu retten und auszubauen. Im Gegenteil: die Mieten steigen und steigen. Würde es genug bezahlbare Wohnungen geben, wären Besetzungen überflüssig.

Als Akelius-Mieter*innen wissen wir sehr genau, wie bezahlbarer Wohnraum immer knapper gemacht wird. Der Konzern ist Spezialist im Umgehen der Mietpreisbremse. Angebotsmieten von 30 bis zu 37 Euro pro m² sind bei Akelius – selbst im Milieuschutzgebiet – kein Kommafehler, sondern Realität.

Auch Leerstand kennen wir zur Genüge – sowohl vor den übertriebenen Modernisierungen als auch danach. Erst hängen die Wohnungen im Modernisierungsstau fest, dann sind sie zu teuer.

Dass Besetzungen ein legitimes Mittel gegen eine verfehlte Stadtpolitik sind, wissen wir noch aus den 80er Jahren. Wären damals nicht viele der zum Abriss freigegebenen Altbauhäuser instandbesetzt worden, wären weite Teile der traditionsreichen Innenstadt eine einzige Plattenbausiedlung geworden. Heute ist das Problem anders gelagert: Wird der bezahlbare Wohnungsbestand weiter schrumpfen, nehmen die sozialen Spannungen in der Stadt weiter zu, nebst den individuellen Tragödien. Doch Berlin soll weder eine Gated Community für Reiche werden, noch ein Museum – sondern ein Ort bleiben, an dem sich alle das Wohnen leisten können.

In diesem Sinne geht es den Besetzer*innen nicht um Radau oder kostenloses Wohnen, sondern um soziale Gerechtigkeit. Und in diesem Sinne erklären wir uns mehrheitlich mit ihnen solidarisch.

Akeliusmieter*innen

24.10.2018: Pressemitteilung zur Absage der „Google Campus“-Pläne in Berlin-Kreuzberg

Mit Freude haben wir die — zumindest vorläufige — Absage des Google Konzerns zur Kenntnis genommen, in Berlin-Kreuzberg einen sogenannten „Google Startup Campus“ errichten zu wollen.

Zu dieser Absage sagt Ulrike Schneider, Aktivistin beim Initiativkreis „Google Campus & Co verhindern!“:„Google ist und bleibt ein Scheiß-Konzern, der seine Gewinne mit Überwachung, Ausschnüffelei, Zusammenarbeit mit Militär und Geheimdiensten sowie Steuertricks macht.
Wir werden Google & Co weiter angreifen und gleichzeitig Alternativen zu Google-Produkten breiter bekanntmachen.“

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G17A: Aktueller Stand (23.10.2018)

Die für den gestrigen Montagabend vereinbarte zweite Gesprächsrunde mit Vertreter_innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft hat nicht stattgefunden. Im Laufe des Wochenendes hatten wir erfahren, dass die Aachener das Gespräch abgesagt hat. Dies wurde am Montagnachmittag bestätigt. Laut Katrin Schmidberger (MdA) will die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft die Gespräche auf unbestimmte Zeit aussetzen. Die genauen Beweggründe der Aachener für die Absage des Gespräches am Montag sind uns nicht bekannt. Continue reading „G17A: Aktueller Stand (23.10.2018)“

#Besetzen: Zeichen gegen Luxusneubau in Neukölln

Letzte Nacht wurde in der Neuköllner Weserstraße ein Zeichen gegen Luxusneubau gesetzt. Dazu haben ein paar Aktivist*innen einen leerstehenden Prunkbau besucht und mit einem Transpi markiert. Wir dokumentieren hier das Statement zu ihrer Aktion:

Was ist los in der Weserstraße 139?

Heute haben wir ein Zeichen an diesem Haus hinterlassen.

Vielleicht bist du schon mal in der Weserstraße an dem schickem Neubaukomplex vorbeigelaufen. Vielleicht hast dich gefragt, wieso hier seit Ewigkeiten nichts passiert. Was die hausinterne Tiefgarage denn soll, weil so schlecht
ist die Parkplatzsituation hier im Kiez doch gar nicht. Oder auch wieso hier jede Nacht die halbe Straße beleuchtet wird und mehrmals wöchentlich der Rasen gepflegt wird und das für nichts und wieder nichts, denn in dem Haus ist ja niemand dem das zum Vorteil kommen könnte. Continue reading „#Besetzen: Zeichen gegen Luxusneubau in Neukölln“

Redebeitrag der Hausprojektgruppe G17A für die Kundgebung am 18.10. — organisiert von der Initiative Recht auf Stadt Köln

Liebe Mitstreiter*innen, liebe Aktive der Initiative Recht auf Stadt Köln,

wir, die Besetzer*innen des Wohnraums in der Großbeerenstr.17A in Berlin-Kreuzberg, die Hausprojektgruppe 17a, schicken euch solidarische Grüße nach Köln und ein herzliches Danke Schön für eure Unterstützungen und Kundgebungen. Continue reading „Redebeitrag der Hausprojektgruppe G17A für die Kundgebung am 18.10. — organisiert von der Initiative Recht auf Stadt Köln“

Pressemitteilung der Initiative Recht auf Stadt Köln vom 15.10.2018

Die Katholische Kirche lässt in Berlin Wohnraum verrotten!

Recht auf Stadt ruft auf zu einer Demonstration am Donnerstag 18.10.2018 um 17 Uhr
Treffpunkt: am Firmensitz der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH, Mevissenstraße 14, 50668 Köln.
Kundgebung und Umzug zum Sitz von Erzbischofs Woelki. Continue reading „Pressemitteilung der Initiative Recht auf Stadt Köln vom 15.10.2018“

Kundgebung vor der Großbeerenstr.17A — ein kurzer Rückblick vom Sonntagnachmittag, 14.10.

In kurzer Zeit, mit Unterstützung vieler helfender Hände, mit etlichen unterschiedlichen Redebeiträgen zu den verschiedenen stadtpolitischen Brennpunkten und kulturellen und kulinarischen Beiträgen wurde am letzten Sonntag eine längere Kundgebung vor der besetzten Wohnung der Großbeerenstr.17a durchgeführt. Continue reading „Kundgebung vor der Großbeerenstr.17A — ein kurzer Rückblick vom Sonntagnachmittag, 14.10.“

G17A: Aktueller Stand (13.10.2018)

Am 04. Oktober 2018 gab es das erste Gespräch — ein „Vorgespräch“ hat es ja bereits am 10. September, also zwei Tage nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen, gegeben — zwischen Vertreter*innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (die Aachener) und der Hausprojektgruppe G17a. Wir waren mit sechs Leuten vertreten; anwesend waren auch unser Anwalt sowie drei Politiker*innen (MdB, MdA und BVV), die moderierende und vermittelnde Funktionen hatten. Continue reading „G17A: Aktueller Stand (13.10.2018)“